| FRÜCHTCHEN
ein Spiel von Valentin Herman Jeder Spieler erhält 9 Würfel seiner Farbe sowie einen Satz Zahlenkarten (1,1,2,3). Die Früchtekarten werden perfekt gemischt. Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spiels 9 Früchtekarten auf die Hand. Die Früchtekarten haben Zahlen von 1 bis 6. Diese Zahlen stellen keinen Wert dar, sondern stehen für die Würfelaugen. Ein Startspieler wird ermittelt. Wer am höchsten wirft beginnt. Phase 1: Karten auswählen Jede Runde legen alle Spieler gleichzeitig beliebig viele Karten einer Fruchtsorte verdeckt vor sich. Es dürfen beliebig viele Joker zu einer Fruchtsorte gelegt werden. Ebenso muß jeder Spieler eine seiner Zahlenkarten verdeckt vor sich legen. Nachdem alle Spieler ihre Wahl getroffen haben, deckt jeder Spieler seine Karten auf und reiht diese nebeneinander vor sich auf. Phase 2: Würfel weitergeben Nun entscheidet sich jeder Spieler, angefangen beim Startspieler, welchem Mitspieler er eigene Würfel geben will. Die Anzahl ist auf der ausgelegten Zahlenkarte festgelegt. Die Anzahl darf nicht auf mehrere Spieler verteilt werden. Dies geschieht reihum, bis alle Spieler ihre Würfel weitergegeben haben. Jeder Spieler kann beliebig viele ?fremde? Würfel haben, jedoch nicht mehr als drei fremde Würfel der gleichen Farbe. Nur, wer keine eigenen Würfel hat, muß keine Würfel weitergeben. Phase 3: Ernten Reihum handelt jeder Spieler seine Karten ab. Jeder Fruchtsorte ist eine bestimmte Zahl zugeordnet (Apfel = 1, Orange = 2 usw). Es geht darum, soviele passende Zahlen zu erwürfeln, wie Früchtekarten (inkl. Joker) ausgelegt wurden. Dann war die Ernte erfolgreich. Achtung: Die Zahlen der Früchtekarten haben NICHTS mit ihrem Wert zu tun. Beispiel: Ein Spieler hat 3 Äpfel und einen Joker gelegt. Der Joker gilt als Apfel. Ein Apfel erfordert eine gewürfelte 1. Der Spieler muß nun versuchen, 4 Einsen zu erwürfeln, um erfolgreich zu ernten und damit Punkte zu machen. Für jede Karte, die ein Spieler ausgelegt hat, steht ihm ein Würfelversuch zur Verfügung. Da er vier Karten ausgelegt hat, darf er 4 x würfeln um auf die geforderten 4 Einsen zu kommen. Es muß immer mit allen zur Verfügung stehenden Würfeln gewürfelt werden. Er muß nach jedem Wurf alle Würfel, die nicht der ausgelegten Frucht entsprechen, noch einmal würfeln. Dies geschieht solange, bis er seine Würfelversuche aufgebraucht hat oder er die Erntebedingung erfüllt hat und nicht mehr weiterwürfeln möchte. Femde Würfel ernten zuerst: Sind fremde Würfel bei der Ernte beteiligt, werden die Spieler, denen die Würfel gehören, vorrangig ausgezahlt. Beispiel: Unser Spieler soll 4 Einsen erwürfeln, um die vier Äpfel zu ernten. Er hat derzeit 6 eigene (rote) sowie 2 blaue und einen grünen Würfel vor sich. Er würfelt alle neun Würfel und erzielt beim ersten Wurf keine Eins. Er nimmt erneut alle neun Würfel und würfelt zum zweitenmal. Diesmal wirft er eine rote (eigene) Eins sowie eine grüne Eins. Er legt die beiden Einsen zur Seite, nimmt die restlichen 7 Würfel auf und würfelt zum dritten Mal. Diesmal kommen zwei rote (eigene) Einsen und eine blaue Eins hinzu. Er hat insgesamt 5 Einsen erwürfelt (vier hätten gereicht). Nun wird abgerechnet, wobei zuerst die fremden Würfel den dicksten Profit von der Ernte erhalten. Hätte er weniger als 4 Einsen gewürfelt wäre die Ernte nicht erfolgreich gewesen und es hätte überhaupt keine Punkte gegeben, auch nicht für die geworfenen Einsen. Phase 4: Wertung Jede Früchtekarte hat einen Erntewert. Um so mehr Früchtekarten einer Sorte gelegt werden, desto höher der potentielle Erntewert. Die erste Fruchtkarte hat einen Wert von 1 Euro, die zweite einen Wert von zwei Euro, die dritte einen Wert von 3 Euro usw. Wird nur eine Fruchtkarte gelegt, kann maximal nur 1 Euro geerntet werden. Bei zwei Fruchtkarten sind es schon 3 Euro (1Euro von der ersten und 2 Euro von der zweiten Fruchtkarte). Bei drei Fruchtkarten ist der Erntewert 6 Euro (1+2+3) usw. In unserem Beispiel dürfen Spieler Blau und Spieler Grün die beiden besten Fruchtkarten ernten, da fremde Würfel zuerst abgerechnet werden. Die vier Äpfel (3 Apfelkarten und eine Jokerkarte) haben die Werte 1, 2, 3, 4. Spieler Grün und Blau erhalten 3 bzw. 4 Euro für ihre mitgewürfelten Einsen. Die beiden Spieler Blau und Grün würfeln mit je einem Würfel. Wer höher würfelt hat das Stechen gewonnen und erhält den höheren Wert (4), der andere den niedrigeren (3). Für Spieler Rot bleiben die beiden restlichen Äpfel mit den Werten 1+2 = 3 Euro. Sein übriger (fünfter) Einser verfällt. Die Punkte werden notiert. Phase 5: Wann erhält ein Spieler seine Würfel wieder zurück? Erst wenn fremde Würfel einem Mitspieler Punkte gebracht haben, erhält dieser alle seine Würfel von dem Spieler zurück, bei dem er erfolgreich mitgeerntet hat, auch die Würfel, die nicht direkt getroffen haben. In unserem Beispiel würden Spieler Blau und Spieler Grün nach der für sie erfolgreichen Ernte bei Spieler Rot alle ihre Würfel von Spieler Rot wieder zurückerhalten. Die zurückerhaltenen Würfel sollten auf der ausgelegten Zahlenkarte ?geparkt? werden, bis die laufende Spielrunde beendet ist. Sie dürfen erst in der kommenden Spielrunde wieder verwendet werden. Phase 6: Karten nachziehen Nachdem alle Spieler an der Reihe waren, zieht jeder Spieler Karten
nach. Am Ende einer Runde darf jeder Spieler seine Kartenhand soweit auffüllen,
daß Kartenzahl und die Zahl der eigenen Würfel identisch ist.
Sollte ein Spieler noch mehr Karten auf der Hand haben, als er eigene Würfel
vor sich liegen hat, muß er keine Karten abgeben. Die ausgelegten
Zahlenkarten bleiben offen vor den Spielern liegen, bis jeder Spieler drei
Zahlenkarten ausliegen hat. Danach nehmen alle Spieler alle ihre Zahlenkarten
wieder auf die Hand. Die Zahlenkarten zählen nicht beim Kartenhandlimit
mit.
Option 1: Miternten Haben zwei oder mehr Spieler die gleiche Fruchtsorte gelegt (die Anzahl der Früchte muß nicht übereinstimmen) können sie zusätzlich Profite machen. Für jeden Mitspieler, der seine Erntebedingung erfüllt, ernten alle anderen Spieler, die die gleiche Fruchtsorte gelegt haben, je eigene Frucht 1 Euro extra. Beispiel: Spieler A legt 3 Kirschen, Spieler B 4 Kirschen und Spieler C 1 Kirsche. Spieler A erfüllt seine Erntebedingung, indem er 3 Fünfen würfelt. Spieler B erhält einen Bonus von 4 Euro (er hat 4 Kirschen ausgelegt) und Spieler C erzielt 1 Zusatzeuro (eine Kirsche ausgelegt). Erfüllt Spieler B seinen Ernteauftrag, erhält Spieler A für seine 3 ausgelegten Kirschen drei Euro extra und Spieler C noch einmal 1. Spieler C wirft keine fünf, deshalb ernten Spieler A und B bei ihm nicht mit. Das Auslegen gleicher Fruchtsorten kann mehrfachen Profitsegen einbringen. Zum einen durch Erfüllen der eigenen Erntebedingung und zum anderen durch ein- oder mehrfaches Miternten. Option 2: Fremde Würfel verdrängen Mit jedem eigenen Würfel, der die benötigte Zahl zum
Ernten zeigt, darf ein beliebiger fremder Würfel verdrängt werden.
Viel Spaß Kurzform Phase 1: Karten auswählen
Phase 2: Würfel weitergeben
Phase 3: Ernten.
Erfolgreich?
Phase 4: Wertung
Phase 5: Würfel wieder zurückgeben
Phase 6: Karten nachziehen
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